Was steckt hinter dem Logo “Google Streetview Trusted” ?

Das Logo von “Google Maps – Street View Trusted” findet sich bei so gut wie jedem Anbieter von Virtuellen Touren für Google. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Google hat das Logo herausgegeben um Vertrauen zu schaffen. Nur “zertifizierte Fotografen” dürfen es für ihr Marketing verwenden.

Als Fotograf wird man von Google „zertifiziert“ wenn man 50 zugelassene Panoramen hochgeladen hat. Damit die zugelassen werden müssen sie gewissen Qualitätsstandards entsprechen. Doch selbst einfache Panoramakameras erreichen diese mühelos.

Früher war es wirklich besser

Wer in der Liste der zertifizierten Fotografen gelistet werden möchte, muss also keine Schulung oder Ausbildung durchlaufen. Die Hürden sind bewusst niedrig, denn Google möchte Inhalte bekommen.

Als Google mit den virtuellen Rundgängen für Drinnen unter dem Titel „Business View“ angefangen hat, waren die Regeln strikter. Jede Tour wurde von einer strengen Qualitätskontrolle unter die Lupe genommen und auch nur der kleinste Fehler beanstandet. Nur wer dort bestand konnte das begehrte Label nutzen und wurde in der Liste der Fotografen geführt.
Nach der Umbenennung in „Street View Trusted“ wurden die Regeln lockerer, und die Liste explodierte förmlich. Allein in Hamburg sind es über 40 Anbieter. Agenturen und Hobbyisten finden sich darunter ebenso wie gestandene Berufsfotografen.

Braucht man überhaupt einen Fotografen um eine Tour online zu stellen?

Grundsätzlich kann jeder Inhalte bei den Google Diensten einstellen. Fotos, Video und Texte kann man über seinen MyBusiness-Account einfach und schnell online bringen.
Möchte man Panoramen hochladen braucht man dafür und die Streetview-App für iOs oder Android https://www.google.de/intl/de/streetview/contributors/ und kann damit sogar direkt 360 Grad Bilder erstellen.
Qualitativ darf man von der App aber keine Wunder erwarten.

Profis verwenden für die Panoramen ausgewähltes Equipment und optimieren die Bilder aufwändig. Die Qualität der Fotografien ist nur ein Part, der durchaus gleich wichtige ist eine sinnvolle Dramaturgie der Tour:
Stellen Sie sich vor Sie müssten sich in Tippelschritten durch einen Laden bewegen. So fühlt sich das für den User an, wenn die Panoramapunkte zu eng und zahlreich gesetzt sind. Er muss zu oft klicken um durch die Räume zu kommen und springt ab.

3 Tipps für Ihre Auswahl

Eine so individuelle Leistung wie Fotografie lässt sich nur schwer anhand von fixen Punkten beurteilen. Ein gutes Bauchgefühl ist eine gute Basis wem Sie ihre Aussendarstellung anvertrauten. 
Darauf können Sie ausserdem achten:

1. ) Schauen Sie sich die Arbeitsbeispiele an. Sind auch alle von diesem Anbieter selbst erstellt? Wollen Sie auch Innenaufnahmen oder Mitarbeiterportraits anfertigen lassen? Dann fragen Sie auch nach Referenzen in diesem Bereich.
2. ) Welche Fragen wurden Ihnen gestellt? Kein Laden ist wie der andere und sicher haben Sie individuelle Ansprüche. Schema F nach Preisliste oder individuelle Beratung? Verantwortungsvolle Anbieter beraten Sie ausführlich und bereiten Sie in einem Briefing auf das Shooting vor.
3. ) Per Kaltakquise oder an der Türe angesprochen worden? Hier verdienen Agentur und Vertreter den Löwenanteil! Es geht um Fotografie, wer ist das für das Ergebnis massgeblich verantwortlich? Verkäufer oder Fotograf?